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Bürgermedaille

Die Bürgermedaille ist die höchste Auszeichnung der Gemeinde. Sie gebührt Personen, die herausragendes Engagement zum Wohl der Gemeinde und ihrer Bürger, auf sozialem, wirtschaftlichem und kommunalpolitischem Gebiet gezeigt haben. Die Träger engagierten sich über einen langen Zeitraum hinweg und zeigten außergewöhnlich hohen persönlichen Einsatz, z. B. über mehrere Bereiche oder weit über die Erfordernisse des Amtes hinaus.

Die Ehrung durch die Bürgermedaille wird von Mitgliedern des Gemeinderates und durch Bürgermeister vorgeschlagen und im Gemeinderat beschlossen.

Träger der Bürgermedaille

Pfarrer Sebastian Feckl (verstorben 22. Okt. 2014)

verliehen im November 1996, für außerordentlichen Verdienst auf sozialem und kulturellem Gebiet um das Wohl der Gemeinde Alling.

Pfarrer Sebastian Feckl war der letzte eigene Pfarrer für die Pfarrkuratie Alling. In seiner fast 30jährigen Wirkungszeit suchte er als Seelsorger stets die Nähe der Menschen und setzte seinen Primizspruch "Auf dein Wort hin will ich das Netz auswerfen" in die Tat um. Sein Einsatz für die Vereine und Organisationen in Alling hat bis heute bleibende Spuren hinterlassen. Die Gründung der Blaskapelle Alling haben wir ihm zu verdanken. In seinen Jahren des Wirkens fiel der Bau des Pfarrzentrum und die Gründung des Pfarrkindergartens. Die Seniorennachmittage wurden eingeführt. Seiner Beharrlichkeit ist die Renovierung unserer Allinger und Holzkirchner Kirchen zu verdanken.

 

 

Altbürgermeister Matthias Friedl (verstorben 29. Dez. 2011)

verliehen im November 1999, anlässlich seines 75. Geburtstages für sein Wirken als Erster Bürgermeister von 1957 bis 1972!

Er war der erste Bürgermeister der eigenständigen Gemeinde Alling, nach der Trennung von Eichenau 1957. Während seiner Zeit als Bürgermeister legte er die Grundsteine für eine aufstrebende Kommune. In seine Wirkungszeit fallen der Bau der gemeindeeigenen Wasserversorgung und die Errichtung der Grundschule. Nach der Bürgermeister-Amtszeit wirkte er bis 1985 als Gemeinderatsmitglied für die Dorfgemeinschaft Alling.

Altbürgermeisterin Lieselotte Heinisch

verliehen im April 2002, für ihre außerordentlichen Verdienste um die Gemeinde Alling. Als Bürgermeisterin lenkte sie zwischen 1972 - 1978 die Geschicke der Gemeinde: Sie setzte sich während der Gebietsreform 1976 intensiv dafür ein, dass die Gemeinde selbständig bleiben konnte. Der Bau der Sporthalle konnte in ihrer Amtszeit verwirklicht werden.

Ihr früheres und heutiges Wirken ist im Ort gegenwärtig. Die Ehrenschützenmeisterin unterstützt seit vielen Jahren die Parsberger Schützen, ebenso weitere Vereine und soziale Organisationen. Ihre Zuwendungen bereichern unser Ortsbild: Die Tisch-Bank-Kombination auf dem Sportplatz, alljährlich der Christbaum vorm Bürgerhaus sind nur Beispiele.

Gemeinderat Josef Vilgertshofer (verstorben 13. März 2016)

verliehen im April 2002, für außergewöhnliche Verdienst in seiner damals insgesamt 30jährigen Tätigkeit (1972 - 2002) als Gemeinderatsmitglied sowie als dritter (1978 - 1990) und späterer zweiter (1990 - 1996) Bürgermeister. In dieser Zeit waren existentiell wichtige Entscheidungen für die Gemeinde zu treffen.

Josef Vilgertshofer setzte sich zielstrebig für die das Wohl seiner Heimatgemeinde ein. Als Bürgermeister und als Referent für Bauwesen bzw. Bau- und Planungswesen hat er während seiner gesamten Gemeinderatszeit zur Ortsgestaltung in Alling beigetragen. Durch sein Engagement für die örtlichen Vereine leistete er einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen und Zusammenwirken im Ort. Natur- und Umweltschutz waren für Josef Vilgertshofer ein besonderes Anliegen.

Pfarrer Franz Hörberg (verstorben 6. Juli 2010)

verliehen im August 2003, anlässlich seines 70. Geburtstages. Zu diesem Zeitpunkt war er 38 Jahre im Dienste der Pfarrei Pfaffing-Biburg tätig. Er setzte sich in dieser Zeit insbesondere für die Sanierung der Pfarrkirche in Biburg ein, ebenso für die Modernisierung der alten Schule in Biburg.

Gemeinderat und Archivar Herbert Kuhn (verstorben 21. Juni 2006)

verliehen im März 2004, für seine außerordentlichen Verdienste als Gemeinderatsmitglied von 1960 - 1984, sowie anschließend als ehrenamtlicher Archivar der Gemeinde.

In den Jahren 1958 bis 1983 leitete er mit großem persönlichen Engagement die Volksschule Alling. Er begleitete in dieser Zeit die Errichtung und Eröffnung der Grundschule am heutigen Platz. In seiner Zeit als Archviar verfasste er die "Kleine Chronik von Alling, Biburg und Holzhausen" heraus (Herausgabe 1988)

VSV-Ehrenvorstand Jakob Pfannes

verliehen im Juni 2010 für seine außerordentlichen Verdienste um die Gemeindepartnerschaft mit Lannach, anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Gemeindepartnerschaft.

Jakob Pfannes, Ehrenvorstand des Veteranen- und Soldatenvereins (VSV), gilt als Initiator und leidenschaftlicher Förderer der Partnerschaft mit Lannach. Die offizielle Gemeindepartnerschaft geht ursprünglich auf die Vereinspartnerschaft des VSV mit dem Österreichischen Kameradschaftsbund Lannach (ÖKB) zurück. Anlässlich des 1200jährigen Geburtstages von Alling im Jahre 2002 besiegelten Lannachs Bürgermeister Josef Niggas und unserem Altbürgermeister Eberhard Boerboom die offizielle Gemeindepartnerschaft.

Ortschronist Rupert Ludwig

verliehen im August 2010, für sein Engagement als Gemeinderat (1984 - 2002), zeitweise 3. Bürgermeister (1990 - 2002) sowie als ehrenamtlicher Ortschronist.

Besondere Anerkennung verdient sein Wirken als Ortschronist. Über viele Jahre hat wertvolle Archivarbeit geleistet. Dabei stehen besonders die Ortsteile Biburg und Holzhausen stehen in seinem Fokus. Nach seiner Amtszeit als Gemeinderat bemühte er sich ehrenamtlich um die Vervollständigung gemeindlicher Daten. Sein Jahresrückblick mit Bildern und Filmen zum abgelaufenen Jahr sowie Rückschauen bis in die 70er Jahre ist ein fester Bestandteil des Allinger Terminkalenders.

Kommandant Feuerwehr Holzhausen Hans Bals

verliehen im Oktober 2017, für sein Engagement als Kommandant bei der Feuerwehr Holzhausen.

Seit vielen Jahren setzt sich Hans Bals mit außerordentlichem Engagement für die Belange des Gemeindeteils Holzhausen sowie im Feuerwehrwesen ein. Von 1990 bis 1996 war er Ortssprecher für Holzhausen. Mit „Leib und Seele“ ist er Feuerwehrler und schon seit 1975 ununterbrochen aktives Mitglied der Ortswehr Holzhausen. Seit nunmehr 35 Jahren trägt er als 1. Kommandant die Verantwortung. In seiner Wirkungszeit ist das Feuerwehrhaus errichtet worden – es dient nicht nur der Feuerwehr, sondern auch als Gemeinschaftshaus für örtliche Veranstaltungen. Mit Fachwissen und Übersicht hat er bei der Anschaffung technischer Ausstattung mitgewirkt. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Jugendarbeit. Er konnte junge Frauen für den Feuerwehrdienst begeistern – als eine der ersten Wehren im Landkreis. Seit 2010 übernimmt er zusätzlich als Kreisbrandmeister für den Landkreis FFB besondere Aufgaben. Der Kreisbrandrat Hubert Stefan konnte ihn bereits in 2016 mit dem Bayerischen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ehren. 36 Jahre war er 1. Kommandant der FFW Holzhausen. Als er sich 2018 nicht mehr für eine weitere Wahl aufstellen ließ, ehrten ihn die Feuerwehrler zusammen mit Feuerwehrverein und Gemeinde in großer Wertschätzung und Dankbarkeit.

Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Maria-Luise Winkler

verliehen im November 2017, für ihr Engagement in der Nachbarschaftshilfe, insbesondere in der Seniorenarbeit und Kleinkinderbetreuung.

Maria-Luise Winkler ist seit 1992 ununterbrochen 1. Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe e.V. (NBH). In ihrer Wirkungszeit hat sie die soziale Einrichtung gemeinsam mit ihrem Team zu einer hoch angesehenen Institution in Alling weiterentwickelt. Die Mitgliederzahl stieg von 50 auf 220.

Neben der pflegerischen Betreuung älterer Bürger erkannte sie schon früh die wichtige Aufgabe der Kleinkinderbetreuung. Die Betreuungseinrichtung „KIDchen“ war anfangs im ehemaligen Hausmeisterhäuschen untergebracht und wird bis heute in den Räumen der Grundschule angeboten. Über viele Jahre organisierte sie ein Ferienprogramm für die Allinger Kinder.

In ehrenamtlicher Eigenleistung hat Frau Winkler das gemeindlich unterstützte Seniorenzentrum komfortabel ausgestattet. Inzwischen ist es ein anerkannter Treffpunkt für die älteren Mitbürger, mit regelmäßigem Programm. Zudem bietet die NBH stundenweise die Betreuung Demenzkranker an, um die Angehörigen zu entlasten. Unter der Regie von Frau Winkler ist die NBH als professionelle Pflegeeinrichtung vom Medizinischen Dienst anerkannt. Neben den beruflichen Pflegedienstzeiten leistet Frau Winkler unzählige Stunden in der Pflege ehrenamtlich. Besonders nimmt sie sich Zeit für die Senioren: Sie hört zu, führt persönliche Gespräche oder steht mit einem guten Rat zur Seite.