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So schützen Sie sich vor Bränden im Haushalt

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Infoveranstaltung der Feuerwehr für Senioren

Veraltete Akkus, die beim Laden erhitzen. Zu viele Geräte an der Mehrfachsteckdose. Jahrzehntealte Küchengeräte, brüchige Kabel. Die Pfanne auf dem Herd vergessen. Trockner laufen lassen, obwohl keiner daheim ist. Die brennende Zigarette im Aschenbecher, die Kerze neben dem Sofa. Eigentlich wissen wir um diese potentiellen Brandgefahren im Haushalt. Aber mal ehrlich: Wir tun es doch „trotzdem“.

Kürzlich hielt die Freiwillige Feuerwehr zum Thema Brandschutz und Brandbekämpfung im Haushalt einen Infonachmittag speziell für Senioren. Mit eindrucksvollen Kurzfilmen zeigte Feuerwehr-Gruppenführer Josef Ullmer jun., wie sich in Sekundenschnelle unbemerkt Brände entfachen können. Lebensgefährlich und oft unterschätzt ist die Rauchentwicklung in Räumen. „Zwei oder drei Atemzüge – dann ist es schon zu spät“, warnte er eindringlich.

Doch ging es den Feuerwehrlern nicht nur darum, diese Gefahren wirklich ernst zu nehmen. Vielmehr gaben sie den älteren Mitbürger/innen wertvolle Tipps mit auf den Weg. Für die Besucher war viel Neues dabei! Wer befürchtet, den Rauchmelder nicht zu hören, könnte sich z. B. durch Geräte mit Rüttelkissen oder Lichtsignalen warnen lassen. „Entsorgen Sie das alte Bügeleisen, auch wenn es noch funktioniert, und kaufen Sie sich ein sicheres Gerät mit Abschaltautomatik“, schlug beispielsweise vor. „Öffnen Sie nie die Türe zu einem brennenden Raum“, so riet er weiter. Durch die Luftzufuhr kann es zu einem „Flashover“ kommen – einer explosionsartigen Ausbreitung des Feuers zum Vollbrand. So einfach wie hilfreich war sein Rat, den möglichen Fluchtweg aus dem Haus in Ruhe zu proben: „Legen Sie den Hausschlüssel bereit, haben Sie Ihre Gehhilfe griffbereit. Achten Sie darauf, dass die Treppe nicht verstellt ist. Probieren Sie den Weg und die Handgriffe in aller Ruhe immer wieder mal aus.“

Zu guter Letzt boten die Feuerwehrler einen Blick hinter die Kulissen: Was passiert zum Beispiel in den Minuten zwischen Feueralarm und dem Ausrücken des Löschfahrzeugs? Im Anschluss demonstrierten Feuerwehrkameraden Anton Reischl jun. und Andreas Streidl eindrucksvoll die Gewalt einer Fettexplosion oder Dosenexplosion. Und sie standen Rede und Antwort zur Technik in den Löschfahrzeugen.

Die Idee zu diesem Info-Nachmittag entstand auf der letzten Senioren-Bürgerversammlung. Der Bitte von Seniorenbeirat und Gemeinde kam die Freiwillige Feuerwehr gerne nach: „Wir laden die interessierten Mitbürger/innen gerne ins Feuerwehrhaus ein“, so 1. Kommandant Benedikt Friedinger. Mit ihrem brillanten Vortrag und eindrucksvollen Vorführungen hatten sie sich alle Mühe gemacht. Den zufriedenen Besuchern zeigten sie damit: Auf unsere ehrenamtlichen Feuerwehrler ist Verlass.  „Und zwar nicht nur, wenn’s brennt“, stellte Seniorenbeiratsvorsitzender Helmut Mebs fest, „Mit Rat und Tat stehen sie bereit, damit es gar nicht erst so weit kommt!“  

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